1. März 2016

Zwischen Liebe, Wahnsinn und Verzweiflung



Mal ehrlich, ich bin wirklich gerne Mama. Habe bis jetzt nie das Gefühl gehabt, dass ich durch die Kinder etwas verpasst oder dass ich etwas geopfert hätte. Nein! viel mehr ist es so, dass die Lütten mein Leben meistens bereichern.  Ich freu mich z.B. mit Ihnen, wenn Sie Fortschritte machen oder Ihre Selbständigkeit erlangen. Sophie ist nun durch die sprachliche Entwicklung soweit, dass sie uns regelmäßig mit Ihren Sätzen zu Lachen bringt. Sowie letztens: Da spielt sich der folgende Dialog (nachdem wir mal wieder wie fast täglich etwas spät dran sind für den Kindergarten) ab.

Kind: Mama???

Mama: Das Kind will was Jaaa…?

Kind: Mama, stinkst Du?

Mama: Wtf?! Ähm, wie bitte?

Kind: Naja, so unter den Armen?

Mama: Kurz vorm Lachfläääsch Nein?! Wie kommst Du drauf?

Kind: Also hier im Auto stinkt es!

Mama: Komisch…

Als wir dann aus dem Auto stiegen, erkannte ich den Attentäter: Es war Gülle!!!

Das sind die Momente, die einem nein mir! Das Mamadasein versüßen und dann gibt es die anderen: Diese fiesen Momente der Erschöpfung, Verzweiflung, Fassungslosigkeit und einfach Fertigsein. Nicht dieses Fertigsein nach einem harten Arbeitstag, sondern das Fertigsein, das man kaum beschreiben kann. Wenig Schaf, Zahnen bei der Lütten (mit allen Nebenwirkungen die es mit sich mitbringt) Trotzphasen-vorerst-Höhepunkt, sind mitunter die Gründe für diese Erschöpfung. Das sind die Tage an denen ich mich so hilflos fühle, so als hätte ich bei der wichtigsten Aufgabe versagt. Das sind auch Tage an denen ich heulen möchte und nicht mehr die Kraft dafür habe…

Wünsche Euch einen entspannten Abend, Eure Evi aus dem Norden

Kommentare:

  1. Danke für deine ehrlichen Worte! So Tage (oder manchmal kommt es mir so vor als wären es Wochen) kenne ich natürlich auch und das finde ich wenigstens etwas beruhigend, dass jede Mutter solche Tag kennt...
    Wünsche dir ganz viel Kraft und dass wenigstens das Zahnen deiner Kleinen für euch alle besser wird!!!

    Liebste Grüße,
    Hanna

    AntwortenLöschen
  2. Dein Text spricht mir aus der Seele - und das obwohl meine Tochter mittlerweile schon 13 ist!!!
    Ich bin meist nur stille Mitleserin Deines Blogs und auch bei Instagram.
    Der Text ist klar und auf den Punkt gebracht und ich denke alle Mamas kennen dieses Gefühl!!
    Und doch reicht dann oft nur eine kleine Geste, eine spontane Umarmung oder ein kleiner Satz unserer Kinder, um zu wissen: Ich habe alles richtig gemacht!!! Jetzt geht es mir schon wieder viel besser!
    Obwohl das gerade bei mir mit der beginnenden Pubertät meiner Tochter nicht mehr ganz so oft passiert - und dann treibt es mir meist gleich Pipi in die Augen. Denn meine große Terror-Zicke weiss ganz genau, womit sie mir wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert!

    Ich wünsche Dir viele kleine Glücksmomente und dass die Zähne bald durchgebrochen sind!!!

    Liebe Grüsse aus der Lüneburger Ecke
    Maike

    AntwortenLöschen

Danke für Eure Zeilen <3